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Grafik/3DPosted by PSW Thu, May 21, 2015 19:45:53

Eine der am häufigsten gestellten Fragen überhaupt, welcher wir heute einmal ein wenig auf den Grund gehen möchten.
Bei diesem Artikel spielt es keine Rolle, ob ihr Bildbearbeiter, komponierender Fotograf, Grafiker oder CG Artist seit.
Hierbei geht es um die ganz essentielle Frage; "Wie erhalte ich Detailreichtum?"

Die meisten Fehler werden direkt zu Beginn gemacht, indem man sich eine Vorlage aus dem Netz sucht und sagt; "Sowas möchte ich auch machen, schau mal, all die Details!"


First things, first!

In dem Moment, wo man zu diesem frühen Planungsstadium des eigenen Artworks bereits Gedanken an Details, wie das Ausschmücken der Scene, verschwendet, bleiben ganz wichtige Dinge, wie Formen und Bildkompositionen, zwangsweise auf der Strecke.


Formen, hä?

Richtig, jede komplexe bzw Detailreiche Form setzt sich aus Grundformen (Kreise, Rechtecke, Quadrate, Zylinder etc) zusammen.
besonders am Anfang ist es enorm wichtig sich auf das Grundliegende zu konzentrieren, was nunmal lediglich Formen sind.
Erst im zweiten Stadium beginen wir, diese Formen auszubauen, zu etwas komplexeren Formen, während wir erst im dritten Stadium unseres Schaffens, weitere details hinzu fügen.


1,2,3 Details?


Wir unterscheiden also, in sogenannte Shapes (grobe Formen), Medium Details (mittelgroße Details) und sogenannte Fine Details (feine Details), welche letztlich für die Kompletierung unserer Scene bzw unseres Bildes sorgen.

In der Grafik unten habe ich das ganze, zur Veranschaulichung, für euch einmal farblich unterlegt.
Grün = Shapes, Rot = Medium Details und Blau = Fine Details.




In der Praxis


Für eine weniger theoretischere Umsetzung habe ich euch einmal ein kleines Beispiel vorbereitet.
überlegen wir uns einmal einen SciFi Corridor zu gestalten, wie würden wir also vorgehen, um Details zu erhalten, jedoch nichts anderes zu vernachlässigen?

Zu Beginn, sollten wir natürlich grob konzeptionieren, um ein Gefühl dafür zu erhalten, wie unser Bild aufgebaut sein soll.
Hier setzen wir also die groben Formen fest, die Perspektive und Fluchten.



Als zweiteres schauen wir; was wir bauen könnten um die Scene später auszubauen.



Auch hier gehen wir nach dem altbekannten Schema vor.
Zuerst eine Grundform, welche wir dann erweitern bzw abändern zu einer interressanteren Form und fügen dann zuerst Medium Details und zuletzt Fine Details hinzu, um das ganze interressanter zu gestalten.



Wenn wir alle Dinge konzeptioniert haben, fange wir an unsere Scene aufzubauen.
Auch hierbei nutzen wir die oben genannte Arbeitsweise, wir bauen also zuerst die Grundform unseres Corridors (Viereckig, Sechseckig etc) und bauen diese Form anschliessend aus.



Als weiteren Schritt fügen wir weitere Mediumdetails zu unserem Grundkorridor hinzu, wozu auch unsere vorab konzeptionierten Assets, wie Säulen, Bordcomputer, Konsolen etc zählen.



Als Fine details fügen wir anschliessend noch mehr Variationen an Bodenplatten hinzu, hängen Kabel auf und legen welche auf den Boden, fügen kleine Schrauben und Werkzeug hinzu etc.



Abschliessend...

...wäre also zu sagen, daß man anfangs ausschliesslich in groben zweidimensionalen Formen denken sollte, wärend man mit fortlaufendem Stadium immer und immer mehr und feinere Details hinzufügt.


ich hoffe ich konnte einige Fragen mit diesem Artikel klären und dem ein oder andere damit eine gelungene Aufklärung bzw Hilfestellung bieten.



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