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Dieser Blog soll als Informations- und Einsichtsquelle dienen, um euch mit neuen infos zu versorgen und euch Einblicke in meine Arbeit bieten zu können.

DAS ENDE UND DIE AUFERSTEHUNG

PSWPosted by PSW Wed, May 23, 2018 21:02:28

Ok, zugegebenermaßen klingt der Titel schon leicht mysteriös, aber im Endeffekt geht es um eine ganz natürliche Entwicklung, welche eigentlich schon länger absehbar war.
Den Abwurf des Fotografiesektors als Arbeitsbereich.

Aber natürlich möchte iche s nicht einfach nur dabei belassen, sondern auch näher erklären was dazu geführt hat und wie ich zu dieser, für viele vielleicht überraschenden Entscheidung gekommen bin.

Zitat eines Fotografen; "Brauchst du überhaupt noch Modelle?"
Antwort von mir: "Nein, ich mache das aus sozialen Gründen....man hat halt Kontakt zu Leuten und spart zeit dabei."

Zitat von mir: "Ich bin kein Fotograf....ich fotografiere um zu bearbeiten"

Ich denke auf diese Unterhaltungen kommt es letzten Endes zurück, natürlich ist das ganze noch etwas komplexer.
Aber gehen wir doch einmal zurück zu den Anfängen; warum habe ich also angefangen zu fotografieren und zu bearbeiten....war es aus Spß an der Fotografie....aus Leidenschaft? NEIN....ich wollte meine Ideen umsetzen und zu damaligen Zeitpunkt waren, zum einen, meine eigenen Fähigkeiten im Panting, illustrativen und 3D bereich noch nicht so weit, zudem war (im Falle des 3D Sektors) die technik noch nicht so weit, daß ich dort zu einem zufriedenstellenen Ergebnis hätte kommen können.
Daher war es am einfachsten mit Fotos zu arbeiten.

Ich war also nie ein "Fotograf" sondern ein Künstler, die besten Mittel gesucht hat.

Aber es hat doch gut funktioniert, warum also der Break?

Nun, das hat verschiedene Gründe, welche hier aufgelistet sind.

Der Zahn der Zeit:
Fangen wir einmal mit dem naheliegendsten Grund an, die Beweggründe von damals sind nicht mehr vorhanden.
Nach über 10 Jahren bin ich in bearbeiterischen, illustrativen und 3D-technischen Belangen so gut, daß eine Daseinsberechtigung der Fotografie in meinen Arbeiten nicht mehr zutreffend ist.
Hinzu kommt daß die Fotografie, bis auf die höhren Kameraauflösungen und , für mich, unwichtigem technischem Fierlefanz die Fotografie, mehr oder weniger stehen geblieben ist, während 3D und Paintingprogramme riesige technische Schritte in der Entwicklung gemacht haben, welche in verbindung mit meinem aktuellen Können, es mir einfach ermöglichen, für meine gewünschten Ergebnisse zu sorgen.

Arbeit, Rechte und Verpflichtungen:
Ein weiterer Grund ist hierbei, einfach der wachsende Druck und die, meiner Meinung nach ungerechte Handhabung.
Hierzu zählen eben die Tatsachen, daß man immer auf andere Leute angewiesen ist, sei es Modelle, Visagisten etc etc etc wo auch alle etwas von den Ergebnissen in viel zu kurzem Zeitramen abhaben möchten. Bei solch komplexen Arbeiten ist ein rauspumpen von 4-5 Bildern innerhalb von 3 Wochen schlicht unmöglich.
Deadlines sind der Alptraum einer jeden künstlerischen Arbeit und sorgen für schlechtere Ergebnisse, als die man normalerweise, ohne Zeitrahmen erreichen würde.
Besonders, wenn es um mein Portfolio geht, möchte ich das qualitativ bestmöglichste Ergebnis haben.
Damit in Verbindung steht eben auch der künstlerische Anteil meiner Arbeiten.
Die meisten werden wissen daß ich viel im Firmenbereich gemacht habe udn ich dort einfach keinerlei künstlerische Aufgaben hatte.
Solch ein Auftrag läuft im Endeffekt so ab, daß man nach der Anfrage per MAil oder telefon einen Termin vereinbart um alles zu besprechen. Kommt es zur Auftragsvergabe bekommt man ersteinmal eine sogenannte Design CI vorgelegt, welche die komplette Designrichtlinie des Brands bzw der Marke/Firma beinhaltet....im Falle von einigen Firmen umfasst das auch schonmal 90-150 Seiten.
90 Seiten voller Designrichtlinien......ich denke daß ichd a nicht mehr betonen muss, daß meine "künstlerische Betätigung bei dem Auftrag im Endeffekt nur noch aus Perspektivensetzung (quasi künstlerisches ABC) besteht.
Das ist in etwa so, als wenn man als Student wieder zurück in die Grundschule zum Lernen muss.

Die Branche und der Umgang
Nach über 10 Jahren Arbeit mit Fotos muss ich leider sagen, daß mir beim durchforsten von Foren und Gruppenbeiträgen teilweise regelrecht zum Würgen zumute ist.
Der Umgang einiger Kollegen untereinander und auch den Modellen und speziell Newcomern gegenüber ist teilweise absolut unterste Schublade.
Da ist das Miteinander in nahezu jedem Handwerksbetrieb weit harmonischer, als das was man hier mitbekommt.
Das fängt an beim denunzieren und beleidigen von Newcomern, welche nach Kritik gefragt haben um ihre Arbeiten zu verbessern bis hin zu einer gewissen Eigenheit, welche es, in der Form, nur bei Fotografen zu geben scheint.
Das bin ich aus der 3D und "oldschool" Kunstcommunities ganz anders gewohnt.
Diese Umgangsformen der Fotografenbranche ist keine Umgebung, wo ich mich, ehrlich gesagt, dazuzählen möchte, sorry an alle auf die das nicht zutreffend ist, aber das sind meine durchschnittlichen Eindrücke der letzten Jahre.

DSGVO?
Nein, das war selebr kein wichtiger Grund, sondern lediglich sorgt das Inkrafttreten dieser Regelungen für eine Beschleunigung, da ich diesen Break, normal erst zum Ende diesen Jahres vor hatte.....aber warum Zeit udn Arbeit in etwas investieren, was ohnehin abgeworfen wird.

Wie geht es denn nun weiter?

PSW wird natürlich bestehen bleiben, nur habe ich dens chönen Vorteil, daß ich seit geraumer Zeit nicht mehr auf die Einnahmen durch PSW angewiesen bin und mich entsprechend finanziell unabhängig bewegen kann.

Gehen wir nun also den Weg des Künstlers....den Weg den ich für PSW normalerweise vorgesehen habe.

Meine Arbeitsbereiche werden sich fortan im 2D Painting (Anime/Manga) und 3D Bereich ausschließlich bewegen. Zudem werden auch sehr viele klassische künstlerische Komponenten mit integriert.
Bleibt PSW interressant?
Eventuell......
....das kommt drauf an wie man denkt udn was man sichd avonb erhofft.....ich will sehr viel eigene Arbeiten abliefern und evtl auch viel künstlerischen Wissen vermitteln, was natürlicvh auch für aufgeschlossene Bildbearbeiter interressant sein dürfte, wenn man einmal etwas über den telelrrand hinaus schauen mag.

Die Webseite psw-fotografie.de wird komplett offline gehen und es wird eine internationale passendere Seite folgen.
Selbigen Umbau werde ich auch mit meinen sozialen Medien vornehmen.

Nun denn....ich hoffe das kommt für viele jetzt nicht allzu schockierend rüber, denn diese Entwicklung war ja schon etwas länger absehbar, zumindest für die Leute die mich kennen und wissen daß ich IMMER erstrangig Künstler war und bin......und mir das auch über allem steht....Geld verdienen kann man mit allem, aber meine Kunst bzw meine Arbeiten sind meins und bleiben mir und ich möchte sie so haben, wie ich es möchte.

In diesem Sinne....packen wir´s an :-)

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